Warum ich keine Kalorien zähle und trotzdem 48 Kilo abgenommen habe…

Warum ich keine Kalorien zähle und trotzdem 48 Kilo abgenommen habe…

Teilen2.008

Warum ich keine Kalorien zähle und trotzdem 48 Kilo abgenommen habe…

Gleich vorweg an alle Kalorienzähler: Ich habe absolut gar nichts dagegen wenn irgendjemand seine zu sich genommenen Kalorien zählt. Kalorien In diesem Blogpost wird es auch nic ...

Gleich vorweg an alle Kalorienzähler:
Ich habe absolut gar nichts dagegen wenn irgendjemand seine zu sich genommenen Kalorien zählt.

Kalorien

In diesem Blogpost wird es auch nicht um den wissenschaftlichen Sinn oder Unsinn von Kalorien als Energieeinheit für Lebensmittel gehen. Darüber können und dürfen sich andere Auslassen. Ich bin aber davon überzeugt, dass die bloßen Makronährstoffwerte (Fett, Kohlenhydrate, Proteine…) und der Kalorienwert reine eines Nahrungsmittels nichts über dessen Wertigkeit als Nahrungsquelle aussagt. Ich will auch gar nicht bestreiten, dass das Aufzeichnen und Zählen von zu sich genommenen Kalorien für viele Menschen ganz hervorragend funktioniert, sei es um ihr Gewicht zu regulieren oder um sportliche Ziele zu erreichen.
Für mich jedoch hat das allerdings so nie funktioniert. Ich habe das mal so 2-3 Monate am Anfang meiner Abnehmphase durchgezogen und neben den Kohlenhydraten auch meine Kalorien sehr genau aufgezeichnet. Beides hat mich ehrlich gesagt ganz verrückt gemacht. Obwohl ich damit weiterhin erfolgreich abgenommen habe, hatte ich kein guten Gefühl dabei. Wenn ich alles aufzeichne was ich esse wirkt sich jeder Bissen gleich negativ auf meine Bilanz aus. Jeder Happen arbeitet dann irgendwie gefühlt gegen mich. Mittlerweile würde ich wahrscheinlich eh meistens von „Natur“ aus weniger essen als ich z.B. lt. Kaloriengrundumsatz dürfte. Extra reinstopfen will ich das Essen aber  auch nicht. Wahrscheinlich wäre mein Muskelaufbau aber auch schneller, wenn ich mich mal auf sowas wie „If It Fits Your Macros“ einlassen würde. Darauf habe ich aber einfach keine Lust, dann dauert es halt länger.

Einen schlechten Apfel gibt es nicht.

Ich will einfach einen Apfel essen, wenn ich auf den Apfel bock habe. Und wenn das Steak mich anlacht, dann wird es auch gegessen bis es aufgegessen ist. Wenn ich nach dem Sport keinen Eiweißshake trinken mag, dann will ich mir auch keinen runterwürgen. Das soll nicht heißen, dass das jeder Kalorienzähler so macht und empfindet. Wie schon angedeutet, geht es vielen damit ganz prima. Ich finde aber, wenn ich auf die Menge eines Lebensmittels zu sehr achten muss, dann ist das Lebensmittel wahrscheinlich nicht sonderlich gut für mich. Meiner Erfahrung nach kann ich von den Lebensmitteln die ich mittlerweile hauptsächlich esse, so viel zu mir nehmen bis ich eben satt bin. Ich nehme trotzdem nicht zu, sondern eher noch weiter ab, es sei den es ist Sommer oder ich habe Urlaub. Heute esse ich von allem immer so viel wie ich Hunger habe. Manchmal sind das Mittags 2 Teller, am nächsten Tag nur ein halber.

Äpfel - Rot

Äpfel

Instinkte und Bauchgefühl

Bei Paleo versucht man sich ja etwas ursprünglicher zu ernähren und dazu gehört für mich auch, ein bisschen mehr auf seine Instinkte und das Bauchgefühl zu hören. Wenn ich Appetit auf einen Apfel abends um 23 Uhr habe, dann esse ich den Apfel oder die Banane oder die Scheibe Käse. Die Allergiker mal außen vor gelassen, sowas wie „einen Apfel zu viel“ gibt es nicht. Ich glaube gute Lebensmittel machen mich satt bevor sie anfangen mir zu schaden.  Ganz Einschränkungsfrei bin ich dabei natürlich auch nicht. Ich esse ja vieles nicht mehr, was ich früher oft und viel gegessen habe. Auch wenn ich mich mittlerweile gerne so ernähre und es mir auch nicht mehr viel mühe macht das meiste vorzukochen, so gebe ich mich aber auch nicht der Illusion hin zu sagen, alles Andere würde ich nicht mehr mögen. Manches erscheint mit mittlerweile grotesk und ein bisschen ekelig, Tiefkühlpizza z.B.  So ein guter Burger mit Pommes ist und bleibt aber schon ziemlich geil. Wenn ich dann mal so nen Bacon-Cheese-BBQ Burger esse, dann doch aber auch bitte ganz, mit Brot, ohne Reuhe, und nicht mit Waage in der Tasche. (Es gibt alles!)

Burger mit Pommes

Burger mit Pommes, Pixabay

Könnte ich wie ich wollte…

Hätte ich mein Leben lang immer essen können wonach mir gerade war, ohne dabei dick zu werden, ich würde das wahrscheinlich immer noch so machen. Konnte ich aber nicht. Deshalb habe ich das irgendwann geändert. Ich bin besser damit klar gekommen, die Art der Lebensmittel einzuschränken und nicht die Menge. Das klappt jetzt schon 4 Jahre sehr gut. Insgesamt 48 Kilo habe ich abgenommen, im letzten Jahr waren es noch 4 und dank Urlaub, Sommer und co. schwankte es immer ein bisschen. Das macht aber gar nix, ich habe viel Spaß und will ja auch gar nicht noch weniger wiegen. Klar, im Endeffekt esse ich wahrscheinlich ziemlich wenige Kalorien, genau kann ich dass nicht sagen, ich schreibe ja nichts auf. Andererseits gibts auch immer mal wieder so Tage, da habe ich richtig Hunger. Da esse ich dann den ganzen Tag. Zunehmen tue ich davon trotzdem nicht. Was ein Glück. Einen festen Fresstag oder Cheatday habe ich nicht, ich mache es wie es mir in den Plan passt. Das kann auch mal ein Cheatweekend sein, oder aber auch 3 Wochen absolut Paleo. Wie schon erwähnt bin ich im Urlaub und generell wenn ich nicht alleine für mein Essen sorge wesentlich lockerer. Soll ja nicht immer nur ums Essen und Paleo gehen.
Wie ernährt ihr euch so? Seht ihr das alles ganz anders?

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Hallo, ich bin Dennis. Ich mache hier so ziemlich alles auf dieser Seite, Schreiben, Fotografieren, Bloggen, Administrieren und auf Kommentare antworten. Mehr über mich gibts auf der ganzen Seite verteilt. Viele Grüße, Dennis

Kommentare ( 2 )

  1. ReplyNadja
    Hallo Dennis, schön zu sehen, dass auch andere das so handhaben. Ich esse auch nur nach Appetit und Hunger und das erscheint mir ziemlich gesund so. Ich habe keine Lust irgendwas zu zählen -weder Kohlenhydrate noch Kalorien. Ich denke, dass die Hauptsache ist seinen Appetit nicht durch industrielle "Füllstoffe" zu manipulieren. Just eat real food eben. Liebe Grüße, Nadja
    • ReplyDennis Holzberg
      Vielen lieben Dank Nadja. Ich gebe dir vollkommen Recht. Für mich ist auch das wichtigste, möglichst wenig Frankenstein Essen zu mir zu nehmen. Viele Grüße, Dennis

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