Von den guten Vorsätzen …

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Von den guten Vorsätzen …

Wie jedes Jahr zu beginn habe ich auch dieses Jahr wieder meine guten Vorsätze gepostet. Die letzten Jahre hatte ich mich immer an meine Vorsätze gehalten. Ich habe nicht jedes ges ...

Wie jedes Jahr zu beginn habe ich auch dieses Jahr wieder meine guten Vorsätze gepostet. Die letzten Jahre hatte ich mich immer an meine Vorsätze gehalten. Ich habe nicht jedes gesetzte Ziel 100% erreichen können, aber aufgegeben habe ich nicht ein einziges von ihnen. Dabei habe ich nie irgendwelche Ziele oder Vorsätze gehabt, die vollkommen unrealistisch waren oder die daraus bestanden mit etwas aufzuhören. Esse weniger, höre mit dem Rauchen auf, schaue weniger Fernsehen, verbringe weniger Zeit auf der Couch, Esse weniger JunkFood. Esse keine Schokolade mehr. Mache weniger hiervon. Tue dies und jenes nicht mehr.

Solche Ziele hatte ich nie. Nun habe ich trotzdem irgendwann damit aufgehört Junkfood zu essen oder regelmässig Schokolade zu naschen. Aber meine Vorsätze hießen immer, werde Schlank, werde Gesund oder werde Fit. „Schaffe mehr Burpees am Stück“ oder auch „laufe einen Halbmarathon“. Ich habe mir immer versucht ein Ziel zu setzten für das ich arbeiten musste und bei dem ich Fortschritte machen konnte, die für sich genommen schon ein Erfolg waren. Nicht dass man mich falsch versteht, mit dem Rauchen aufhören ist großartig und für viele sehr schwer, auch nach Monaten und Jahren immer wieder, aber entweder ich rauche oder nicht.

Nicht zu Rauchen ist vielleicht an Jahrestagen ein Erfolgserlebnis, aber im Grunde ist das Ziel sofort erreicht. Von gelegentlichem Lob mal abgesehen, habe ich keine wirklichen Erfolgserlebnisse dabei. Der regelmässige Check der Waage z.B. oder sich selber ein gesundes Essen zu kochen ist dagegen immer eine Art positives Feedback. Endlich 30 Burpees am Stück machen, ist zwar sehr anstrengend aber auch ein großartiges Gefühl. Sich keine Zigarette anzustecken dagegen führt selten zu Freude. Irgendwann auf einer Party gibts vielleicht mal den Moment bei dem die Raucher alle auf dem Balkon bei Schneesturm frieren und man sich denkt:

„Ach was bin ich froh, den Scheiß los zu sein.“

Ein leckeres Stück Schokolade abzulehnen fühlt sich auch nicht so toll an. Ich meine nicht diese gesunde dunkle Bitterschokolade dir wir alle essen um wenigstens irgendetwas schokoladiges in unserem Leben zu haben. Ich meine so ein Stück Alpenmilchschokolade, eine die schon in den Fingern anfängt zu schmelzen und die eigentlich ein bisschen zu süß schmeckt. Von mir aus mit Keks oder mit Karamell drin. Oder Erdbeercreme. Oder Nougat. Oder Marzipan. So ein Stück nicht zu essen, also abzulehnen, dass habe ich schon hunderte male gemacht. Nein danke habe ich gesagt. Gefreut habe ich mich darüber nicht ein einziges mal. Es mag zwar von ein wenig Willensstärke zeugen, wenn man so ein Stück Schoki nicht isst, aber besser geht es einem dadurch auch nicht. Wehe einer sagt jetzt was von Low Carb Schokolade, dass ist so als ob man Kaffee möchte und jemand bietet einem Kamillentee an.  Anders ist es wenn man sich z.B. zum Frühstück einen leckeren Salat macht, oder Früchtequark mit ein bisschen Superfood. Die Freude etwas Gesundes und Leckeres zu essen ist bei mir immer größer als etwas angeblich Ungesundes nicht zu essen. Sich 4 Tage am Stück etwas gesundes zu kochen gibt mir ein supergefühl. 4 Tage am Stück Sport gemacht? Yippie Kaaaa Yeah. 4 Tage keinen Kaffee getrunken? Geht mir lieber aus dem Weg, ich möchte jemandem wehtun. Verzicht ist einfach kein gutes Gefühl für mich. Ungesunde Angewohnheiten durch gesunde zu ersetzten z.B. dagegen schon.  Mich besonders streng an meine eigenen Regeln zu halten fällt mir immer besonders leicht wenn ich gerade in einer besonderen Phase bin. Dem Rauchen vollends abgeschworen habe ich z.B. in der Halbmarathon Vorbereitung. Ich habe vorher schon nur noch wenig geraucht, aber auf Feiern, mit Freunden oder bei besonderem Stress dann doch immer wieder.

In der Halbmarathon Vorbereitung im März und April 2015 habe ich 7 Wochen weder Alkohol getrunken noch habe ich geraucht. Ich habe keine Süßigkeiten gegessen, auch keine Paleo Varianten. Natürlich gab es Situationen in denen ich Rauchen wollte, aber durch das Ziel Halbmarathon viel es mir eigentlich recht leicht darauf zu verzichten. Dadurch das ich in der Zeit auch keinen Alkohol getrunken habe, entfiel dann auch das Partyrauchen. Ich war zwar auch in der Zeit mal Abends unterwegs mit Freunden, aber ohne Alkohol ist der Verzicht auf Zigaretten an so einem Abend wesentlich leichter, der kalte Innenhof oder der Balkon wirkt dann wesentlich uninteressanter. Es war auch sehr einfach auf komische Fragen oder rollende Augen zu reagieren.

„Ach, jetzt trinkst/rauchst du auch schon nicht mehr? “

„Hast du überhaupt noch Spaß?“

„Also Dennis, früher war aber mehr Rock N‘ Roll

Ein kleiner Hinweiß auf die Halbmarathon Vorbereitung nahm da den meisten Leuten direkt den Wind aus dem Segeln. Ein solches Vorhaben sorgt direkt für eine gewisse Ehrfurcht und auch Erstaunen, besonders bei Leuten, die sowas wie einen Halbmarathon noch nie angegangen sind. Als ich dann den Halbmarathon gelaufen war, hatte ich dann auch keinen Grund mehr, mit dem Rauchen wieder anzufangen.

Und schon war ich Nichtraucher.
Manchmal kann man Ziele auch nicht sofort oder im ersten Anlauf erreichen. Letztes Jahr z.B. wollte ich unbedingt Muscle Ups lernen.Eine Übung bei den man sich hängend mit den Armen hoch zur Stange zieht und dann von dieser nach oben drückt mit den Armen. Bei Youtube gibts ganz viele Videos dazu. Wer mich mal Pullups hat machen sehen, weiß wie ambitioniert dieses Ziel war. Mitten im Jahr dann bin ich beim Rumturnen an der Pullupstange abgerutscht und habe mir mit Knacken und Knirschen den Deltamuskel gezerrt und bis heute merke ich die Auswirkungen. Der Unfall ist damals nach den eigentlichen Übungen beim Rumspielen passiert und nicht beim konzentrierten Training. Da ich danach natürlich erstmal nicht weiter Muscle Ups trainieren konnte, habe ich mir dann nach einigen etwas perspektivlosen Monaten ein neues Ziel gesetzt. Laufe einen Marathon! Die Muscle Ups wurden erstmal hinten angestellt. Im April 2016 ist es nun soweit, in Hamburg wird der erste Marathon gelaufen. Gleich danach heißt es dann wieder:
Muscle Ups trainieren…

Hallo, ich bin Dennis. Ich mache hier so ziemlich alles auf dieser Seite, Schreiben, Fotografieren, Bloggen, Administrieren und auf Kommentare antworten. Mehr über mich gibts auf der ganzen Seite verteilt. Viele Grüße, Dennis

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