Freeletics Running Review – Update (27.04.2016)

Freeletics Running Review – Update (27.04.2016)

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Freeletics Running Review – Update (27.04.2016)

Freeletics Running Review Mein großer ehrlicher unabhängiger Freeletics Running Test! Dieser Review wird momentan Überarbeitet und behandelt teilweise noch die erste veröffentlic ...

Freeletics Running Review

Mein großer ehrlicher unabhängiger Freeletics Running Test!

Dieser Review wird momentan Überarbeitet und behandelt teilweise noch die erste veröffentliche Version der Freeletics Running App.

UPDATES:

Update 6: 27.04.2016 - Verlängerung des kostenlosen Probe-Coaches und App Update 1.3

Update 6: 27.04.2016 – Verlängerung des kostenlosen Probe-Coaches für Bodyweight User bis 28.05.16!
Zusätzlich ist jetzt die Version 1.3 erhältlich im Apple Appstore und enthält neben Bugfixes folgende Verbesserungen:

Offizielles Changelog im Appstore von Apple:

– Vibrationsalarm für Workouts
– Audioansagen für Meilen
– Warm-Up für Workouts, die nicht vom Coach vorgegeben

Kommentar : Ich konnte die neuen Änderungen noch nicht testen, die Audioansagen in Meilen freut aber sicherlich alle, die nichts mit dem metrischem System anfangen können, zeigt aber auch, in welchem einfachen zustand die App noch immer ist. So wird z.B. immer noch nicht die Warmup Strecke mitgetrackt. Gerade diese langsamen Kilometer sind meiner Meinung aber sehr wichtig. Jeder Meter zählt, leider immer noch nicht beim Freeletics Running, für mich verliert dadurch das Warm Up an Stellenwert, gerade für Intervalle kann es aber sehr wichtig sein. Immerhin gibt es jetzt auch Warm Ups direkt vor jeden freiwillig ausgewähltem Workout.

Update 5: 06.04.2016 - App Update 1.2

Update 5: 06.04.2016 – Die Version 1.2 ist nun erhältlich im Apple Appstore und hat enthält neben Bugfixes folgende Verbesserungen:

Offizielles Changelog im Appstore von Apple:

– Auch offline können Workouts gespeichert und mehrere Trainingseinheiten abgeschlossen werden
– Anzahl der Trainingstage für die nächste Coach-Woche auswählbar
– Coach-Fokus, Gewicht und Größe in den Profileinstellungen änderbar
– Meilen anstatt Kilometer auswählbar
– Verschiedene Fehlerbehebungen

Kommentar von mir dazu: Langsam aber sicher kommen ein paar Einstellmöglichkeiten dazu und man kann einige der Anfangs gewählten Einstellungen ändern. Ebenso gibt es einen Offline Zwischenspeicher so das man nicht immer aufs Handynetz angewiesen ist und auch am Ende des Handy-Highspeed-Volumens seine Läufe speichern kann. Das sind alles sinnvolle Erweiterungen aber für mich bleibt die App uninteressant. Für Leute die Läufer werden wollen bietet die App sicher einen interessanten Weg, wenn auch noch mit sehr wenigen Features. Für Leute die schon regelmässig laufen, für Läufer also, gibt es eigentlich immer noch keinen Grund die Freeletics Running App zu nutzen. Der Review unten basiert nach wie vor auf der ersten Version von Freeletics Running. 

Update 4: 11.02.2016 - App Update

Update 4: 11.02.2016 –  Es gibt eine neue App Version mit folgenden Änderungen:

Offizielles Changelog im Appstore von Apple:

Neue Funktionen von Version 1.1

Neben zahlreichen kleinen Fehlerbehebungen, beinhaltet dieses Update viele stark nachgefragte neue Features:

· Sterne System
· Sperrbildschirm während des Laufens
· Automatische Pause beim Laufen mit Unterbrechung des Laufes
· Karte kann gezoomt, gedreht und bewegt werden und eine Linie trackt deinen Lauf
· Zeitleiste, die ein gesamtes Workout repräsentiert im Screen während des Laufes (nur für Workouts)
· Detailansicht eines Laufes kann nochmals aufgerufen werden, indem man im Profil oder in der Coach Woche auf den absolvierten Lauf klickt
· Profilbild kann in Einstellungen geändert werden

Kommentar von mir dazu: Es kommen langsam neue Features dazu, getestet habe ich diese noch nicht. Der folgende Review wurde vor diesem Update geschrieben und ist noch nicht angepasst worden. 

Update 3: 01.02.2016 – eine neue Appversion soll Verbesserungen beim Speichern von Workouts bringen. Hier erfahrt ihr mehr.

Update 1 und 2: 29.01.2016 – Fehlerbehebungen

Der Eindruck vorab  und die Erwartungen

(Anfang Januar 2016)
Gestern hatte ich das erste Mal Zeit die neue Freeletics Running App zu testen und habe mich gleich daran gemacht diesen Freeletics Running Review zu schreiben. Ich muss ehrlich gestehen, als die App veröffentlicht wurde, hatte ich eigentlich schon ein bisschen schlechte Laune. Die von Freeletics zur Running App veröffentlichte Werbung war wie immer durchaus hübsch,  aber der Satz „Du musst deine Läufe erleben, nicht tracken“ fand ich dann doch schon eine ziemliche Frechheit. Zumal irrigerweise das Tracken in der Freeletics Bodyweight App zumindest auf meinem iPhone und den iPhones einiger Freunde quasi unmöglich war. Ich kann mich ja noch mit den vielen ziemlich pathosmässig übertriebenen Posts zufrieden geben, aber mir zu sagen was ich tun muss mag ich gar nicht. Noch dazu wird quasi suggeriert, ich würde meine Läufe nicht „Erleben“, wenn ich sie tracke.

Der erste Blick auf die App, direkt auf dem zugeschneiten Sportplatz nach einer Freeletics Session, war dann auch sehr ernüchternd. Ich weiß nicht ob es daran liegt, das ich ein echter norddeutscher Junge bin und deshalb vielleicht nicht sofort so begeisterungsfähig, aber wenn man in den vielen kleinen Posts auf Facebook und Instagram im Grunde eine Revolution angepriesen bekommt, eine völlige Neuheit, dann hätte ich dann doch mehr erwartet als eine App mit 12 verschiedenen Intervalltrainings, die Möglichkeit eine Laufstrecke auszuwählen oder einen Freerun zu machen. Nachdem ich die App nun benutzt habe, bin ich immer noch ein bisschen von der Großspurigkeit der Ankündigung genervt, dass was die App bisher aber kann, kann sie ganz gut, und es hat Spaß gemacht damit zu laufen. Das war dann auch der Grund, warum ich diesen Freeletics Running Review geschrieben habe. Aber der Reihe nach.

Freeletics Running Review – Anmeldung

Die App kann man sich im Appstore von Apple oder im Google Playstore kostenlos herunterladen.
Direkt danach kann man sich entweder mit seinem bestehenden Freeletics Account anmelden oder einen neuen Kreieren. Mit seinem Facebook Account geht das übrigens auch. Alle Freeletics Anhänger die noch einen gültigen Bodyweight Coach haben, bekommen übrigens 3 Monate Freeletics Running Coach geschenkt. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, heißt es ja, aber ich habe das trotzdem gemacht.  Das ich die App im vollen Umfang die ersten drei Monate kostenlos nutzen kann, hat mich dann allerdings doch wieder etwas milder gestimmt. Ganz ehrlich, bezahlt hätte ich für die App im jetzigen Zustand auch noch nichts. Ähnlich wie beim Bodyweight Coach gibt es hier auch erstmal eine Einstufung des Athleten um das Coach Programm zu ermitteln. Genauso wie die Freeletics Bodyweight App basiert die Freeletics Running App auch auf einem Coach Prinzip, die Preise sind auch ähnlich. Zunächst aber der Athletentest.
Erstmal wird man nach den persönlichen Daten gefragt: Geschlecht, Alter, Gewicht. Danach wird gefragt wie fit man so ist und zwar in 6 Abstufungen. Das geht von „Mir fällt es schwer aufzustehen wenn ich auf dem Boden sitze“  bis „ich treibe 3 mal die Woche Sport und ein dreistündiges intensives Workout schaffe ich locker“.  Hier könnt ihr alle Auswahlmöglichkeiten anschauen:

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Ich habe mich für den Fitnesslevel 6 entschieden, da ich ja bald mit meinem Marathon Training wieder 5 Tage die Woche trainieren werden und ca. 40-50 Km Laufen werde. Danach wird direkt nach der Lauferfahrung gefragt. Hier gibt es 3 Abstufungen:

image

Auch hier habe ich den höchsten Level mit „mindesten 12 mal im Monat“ gewählt.

Als letztes kann man nun sein Ziel auswählen, es gibt 4 Ziele: Abnehmen, Ausdauer verbessern, Schnell werden, Generell fitter werden:

Dein Ziel

Dein Ziel

Da war ich etwas irritiert, mein Ziel ist ganz klar: Ich will einen Marathon laufen, das erste Mal. Am 17. April in Hamburg. Ich bin angemeldet, das Hotel ist gebucht.  Mein Freeletics Running Coach dauert bis zum 20. April, ich dachte erst das passt ja gut. Was sollte ich denn nun Auswählen? Es gab leider keine weitergehenden Erklärungen. Ich habe dann „Schnell werden“ ausgewählt. Ich will natürlich in den nächsten 12 Wochen auf jeden Fall schneller werden aber eigentlich will ich ja natürlich auch meine Ausdauer verbessern. Der schnellste Halbmarathon ist mir bisher mit knapp 01:39h gelungen. Bei allen anderen Laufapps die ich mir bisher angeschaut habe, kann ich bei den Laufplänen zwischen den verschiedenen Strecken- und Zeitzielen wählen. Ein wenig Orientierung hätte ich mir in der FL App auch gewünscht. Auf der anderen Seite gibt es schon wahrlich genug Laufpläne Online und in Apps. Ich nutze für mein Marathon-Training einen von Strava Premium und McMillian Running. Mittlerweile sind auch die verschiedenen Ziele in der Knowledgebase von Freeletics erklärt, wie ich gerade beim Schreiben des Reviews gesehen habe, das hätte mir sicherlich geholfen, als ich mein Ziel ausgewählt habe, dazu hier der Link. Ändern kann man sein Coach Ziel zumindest in der ersten Woche nicht. Eine Anfrage dazu beim FL Support ist mir aber bisher nicht beantwortet worden, diese habe ich aber auch erst am 20.01 gestellt.

Nachdem ich mein Ziel gewählt hatte, ging es auch schon los. Mir wurde die erste Coachwoche präsentiert. Solltet ihr keinen Coach besitzen, weil ihr noch keine Freeathletes seid, kommt jetzt die Bezahlung ins Spiel: Auf dem Android-Telefon mit dem ich für diesen Modi die Screenshots gemacht habe wurden mir die Angebote oben gemacht, darunter seht ihr die iPhone Preise. Warum es auf Android nur einen Monat oder ein Jahr zu Auswahl gibt und auf dem iPhone nur 3,6 und 12 Monate, kann ich nicht sagen, wahrscheinlich hängt das mit den jeweiligen Store-Bedingungen zusammen.

Coach Preise

Coach Android

Coach

Coach iPhone

Falls ihr noch nicht genau verstanden habt, was dieser Coach soll, Freeletics erklärt es in der App wie folgt:

Coach Beschreibung

Coach Beschreibung

Wie ihr also seht, könnt ihr ohne Coach nicht den vollen Umfang der App nutzen, ihr habt 4 der 12 Intervallworkouts zur Verfügung, und ihr könnt eure Läufe „aufzeichnen“.

Freeletics Running Review – Coach und Intervalle

Knapp 900 Wörter schon geschrieben und noch keinen Meter gelaufen, aber keine Angst, bald ist es soweit. Für jemanden der schon öfter Intervallworkouts gelaufen ist, sind die Intervallworkouts bei Freeletics etwas irritierend. Es gibt bei den Einzelworkouts keine Zeitvorgaben, wie immer bei Freeletics gilt es, so schnell wie möglich zu sein. Im Coach gibt es drei verschiedene Geschwindigkeitsvorgaben für die jeweiligen Trainingstage. Es gibt die Geschwindigkeiten Zügig, maximale Geschwindigkeit und angenehmes Tempo. Es gibt keine Pulsvorgaben und keine Herzschlagzonen. Mehr Angaben über die Geschwindigkeit in der man Laufen soll erfährt man in der App leider nicht, das fand ich ziemlich mau. Aber nach etwas suchen habe ich dann in der Freeletics Knowledgebase einen Artikel dazu gefunden und den habe ich Euch natürlich hier direkt verlinkt. Dort steht auch wie man mit den Pausen in den Workouts umzugehen hat. Zusammengefasst bedeutet „Zügig“ schnell aber nicht maximal schnell zu rennen, „Maximal Schnell“ heißt volle Power und angenehm ist dann wohl ein Wohlfühltempo. Bisher gab es in meinen Intervallworkouts immer nur langsamere Abschnitte oder Erholungsphasen in denen man sehr gemütlich trabt, in der Freeletics App auf den ersten Blick gab es nur Pausen.  Keine Hinweise darauf, was das genau bedeutet. Im erwähnten Knowledgebase Artikel wird man dann aber aufgeklärt, langsam Fortbewegen soll man sich während der Pausen. Das muss einem aber auch erstmal einer sagen, leider muss man aber danach suchen, immerhin steht es irgendwo.  Wie sehen die Workouts von Freeletics aus? Ich habe euch hier mal einen Screenshot von einem der Workouts, die auch in der kostenlosen Variante verfügbar sind eingefügt:

Maat Intervall

Maat

 

Ihr habt also hier abwechselnd Intervalle von 200 Metern und 30 Sekunden Pause. Das kann ganz schön anstrengend werden. Was in der Bodyweight App die Griechen und die Römer sind, erledigen hier die ägyptischen Götter und Göttinnen, diese sind Namensgeber und Namensgeberinnen für die Workoutnamen.

Vor den einzelnen Workouts gibt es keine Aufwärmphase oder ähnliches. Auf den ersten Blick gibt es in der App gar keine Angaben zum Aufwärmen. Wie immer bisher wird man auch wieder in der Knowledgebase fündig. Natürlich soll man sich Aufwärmen und nicht gleich wie eine gesenkte Sau losrennen. Apropo losrennen. Jetzt reicht es aber auch , los geht’s:

Freeletics Running Review: Jetzt wird gelaufen!

Endlich konnte ich die Running App auch mal auf der Straße testen und nicht nur auf dem Telefon angucken. Laut Coach musste ich heute ein Workout laufen, das Sphinx heißt, verschiedene Laufintervalle von 200 Meter bis 1,5 Kilometern mit Pausen dazwischen. Insgesamt 6,2k sollten bei dem Workout gelaufen werden. Ich habe meine Laufuhr von Suunto mitgenommen und damit das gesamte Workout aufgezeichnet, damit ich einen Vergleichswert habe. So sah es aus, als ich meine App zum Loslaufen öffnete:

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Also sollte ich im zügigen Tempo laufen, schnell aber nicht maximal schnell. Nun habe ich gerade seit einigen Tagen einen nervigen Schnupfen und schone mit gerade etwas, um Montag wieder voll durchzustarten. Deshalb wollte ich es trotz Tempovorgabe erst mal gemütlich angehen lassen. Ich war also bereit los zu laufen, habe vorher ein bisschen die Beine gedehnt und dachte mir, ach naja lauf einfach los, musst es ja nicht übertreiben. Zu meiner Überraschung gab es dann aber doch eine Aufwärmphase. 15 Minuten lang sollte diese also gehen. Ich hätte sie überspringen können, habe ich aber nicht. Einen Hinweis wie weit man in dieser Phase schon gelaufen ist, gibt es übrigens nicht. Erleben und nicht tracken! Zwinker, Zwinker.

Aufwärmphase

Aufwärmphase

Danach ging es dann endlich los. Die ersten 200 Meter im Intervalltempo standen an. Wenn man nach dem Warmup auf Go klickt hat man noch genau 5 Sekunden Zeit, damit es los geht. Da ich das Handy normalerweise immer in einer Bauchtasche habe und es höchstens mal zum Selfie machen während des Laufens raus hole, fände ich es gut wenn der erste Countdown etwas länger dauern würde, so dass man etwas mehr Zeit hat das Handy zu verstauen. Während des restlichen Workout benötigt man das Handy nicht mehr, die Audioansagen sind hervorragen und kommen ca. 20 bis 30 Sekunden vor dem nächsten Tempoabschnitt. Es werden auch immer Hinweise nach einem Viertel, der Hälfte und 3/4 der momentanen Strecke gegeben. Am Ende einer Pause werden 5 Sekunden Countdown heruntergezählt. Die App misst die Entfernungen während der Laufphasen und stoppt die Zeit. Während der Pausen wird die zurückgelegte Entfernung nicht gemessen, schade. Auf dem nächsten Screenshot seht ihr, wie es während eines Laufabschnitts aussieht. Es war ganz schön glatt so direkt am Meer heute, dort lag überall noch so Schnee Matsch Gemisch.

500 Meter

500 Meter von 1500

Während des Workouts habe ich mit Spotify im Offline Modus Musik gehört, die Audioansagen haben diese immer ein wenig leiser werden lassen, das hat gut funktioniert, sind aber genau 1 Sekunde hinter der Anzeige hinterher, ein kleiner Bug. Anfangs bin ich in den Pausen immer noch weiter gelaufen aber eigentlich wollte ich heute gar nicht so viele Meter machen. Später bin ich dann Abschnittsweise in den Pausen auch mal gegangen. Ein Vergleich der Abschnitte mit meiner GPS Laufuhr zeigte beinahe keine Unterschiede, die Strecken waren höchstens 10 Meter auseinander. Das war mit der Freeletics Bodyweight App nicht der Fall, bei mir hat Running in der Bodyweight App immer zuviel Strecke gemessen, eine Stadionrunde hatte immer ca. 430 Meter.  Bei der neuen App war die Streckenmessung also quasi identisch zu meiner Laufuhr, damit bin ich sehr zufrieden. Der zurückgelegte Weg wird aber nicht aufgezeichnet, warum mir dann beim Lauf die ganze Zeit eine Karte angezeigt wird, ist mir allerdings nicht klar. Es gibt zumindest keinen Hinweis auf eine Streckenaufzeichnung, nur die Entfernungsmessung. Ich kann während des Laufens, wie in der Bodyweight App auch, meine bisherigen Zwischenzeiten anschauen. Nicht wundern, ich war heute wirklich langsam. Eine Pace wird einem während des Laufens eines Intervallworkouts übrigens nicht angezeigt. Bei einem normalen Lauf mit festgelegter Strecke oder einem Freerun wird einem die Pace angezeigt, also die momentane Zeit die ich bei gleichbleibendem Tempo für einen Kilometer benötige.

Zwischenzeiten Intervall

Zwischenzeiten Intervall

Als ich mit dem Workout fertig war, es endet nach dem letzten Intervall automatisch, konnte man sich noch mal die Zeiten für die einzelnen Abschnitte anschauen. Wer auch später noch wissen will, wie es lief, sollte sich hiervon Screenshots machen, zur Zeit kann man einmal ganz abgeschlossene Runs nicht wieder im Detail betrachten, außer die Gesamtzeit. Die gelaufenen Strecke wird einem wie erwähnt auch nicht angezeigt. Erleben anstatt tracken, ist klar! Die Gesamtzeit bezieht sich nur auf die Intervallabschnitte, die Pausen werden nicht dazu gezählt. Ich habe heute für 6,2 Kilometer knapp 40 Minuten benötigt, dank Eis und Schnupfen. 6:28min auf den Kilometer ist wahrlich keine Glanzleistung. Ich wollte es ja ruhig angehen lassen, der Puls bliebt so bei ca. 140 im Schnitt und ich hatte definitiv viel Spass. Am Ende waren es insgesamt gemütliche 12 Kilometer inklusive Aufwärmen und Pausen. Eine Abwärmphase gab es nicht. Wie ihr auf dem nächsten Screenshot sehen könnt haben mich die 1:20h ca. 40 Prozentpunkte Akku gekostet. Ich habe allerdings auch dabei Musik über Bluetooth Kopfhörer gehört. Einen Marathon würde man so nicht schaffen. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum man nur 21k als längste Laufstrecke auswählen kann. Da sind manch andere Apps im Akkumanagement besser, manche schlechter. Hier muss noch etwas nachgebessert werden, dass die App neu ist, kann keine Ausrede sein, schließlich hat Freeletics schon ziemlich lange Erfahrungswerte mit Lauftracking aus der Bodyweight App.

Ende des Laufes

Ende des Laufes

UPDATE:

Die normale Lauffunktion habe mittlerweile auch getestet. Im nächsten Screenshot seht ihr die Ansicht während des Laufens, keine Sorge, ich bin keine Pace von 2:05 gelaufen, ich habe im Auto gesessen. Einen 8K Lauf habe ich mittlerweile auch absolviert. Dabei waren sich meine Laufuhr von Suunto und die Freeletics Running App bis auf 10 Meter einig. Ein gutes Ergebnis. Die Ansagen während der Streckenlaufs waren nicht ganz so gut wie bei den Intervallläufen, da für die Zwischenansagen von Pace und Strecke des Sprecher wohl noch keine Zeit hatte, oder diese Funktion ist einfach noch nicht umgesetzt worden. Diese Ansagen übernimmt dann eine Siri-ähnliche Computerstimme. Ist funktional aber nicht schön, vor allem weil zwischendurch auch immer mal wieder die normale Stimme der Running App zu hören ist.

Normaler Lauf 1k

Normaler Lauf 1k

Auch hier sieht man auf einer Karte, wo man sich gerade befindet, wo man lang gelaufen ist, sieht man allerdings nicht. Warum dann die Karte? Hier könnte man vielleicht noch die Energienutzung optimieren. Wenn man den Lauf abgeschlossen hat, sieht man die zurückgelegte gemessene Strecke, die Pace und die Zeit, ach ja und die Punkte, quasi die Freeletics Währung.

1k Übersicht

1k Übersicht

Freeletics Running Review: Nach dem Lauf

Was bietet mir die neue Freeletics App nach dem ich gelaufen bin für Analysen, Tipps und Hinweise?

Nichts.

Naja fast nichts. Ich kann mir meine bisher gesammelten Ergebnisse anschauen und bekomme die Anzahl der erledigten Workouts sowie die gesammelten Kilometer angezeigt. Die einzelnen Workouts kann ich nicht betrachten. Tempoanalysen gibt es nicht. VO2Max oder eine andere Leistungseinstufung gibt es auch nicht. Ich habe nur ein Workout bisher gemacht, was nach der ersten Woche passiert weiß ich also noch nicht, ich kann erst in die nächste Woche wechseln, wenn ich alle Läufe eines Wochenplans absolviert habe. Es gibt auch keine Community. Erst recht keine Integration der beiden Apps. Das finde ich ehrlich gesagt richtig schwach, irgendwie halbfertig. Das besondere an Freeletics ist die großartige Community. Auch viele Leute die mittlerweile weniger Freeletics machen oder sogar damit aufgehört haben, posten oft noch ihre Workouts unter falschen Überschriften, wegen den vielen wahnsinnig netten Leuten in der App.

In der neuen Running App selber steht bereits, dass mit Hochdruck daran gearbeitet wird, die Apps zu verknüpfen und die Community Features zu realisieren. Alle Läufer ohne Freeletics Bodyweight Coach müssen aber bereits jetzt den vollen Preis bezahlen, und bekommen aber meiner Meinung nach ein noch unfertiges Produkt. Das finde ich ehrlich gesagt ein bisschen jämmerlich. Insbesondere weil die Intervallfunktion wirklich super umgesetzt ist und ich bisher in anderen Lauf-Apps keine so überzeugende Intervallfunktion gesehen habe. Es fühlt sich so an, als wurde nur alles das was fürs Laufen benötigt wurde umgesetzt und dann erst mal die App veröffentlicht. Ganz am Anfang von Freeletics wurden die Trainingspläne noch als PDF verkauft, davon sind wir glücklicherweise mittlerweile weit entfernt, aber für mich fühlte es sich hier wieder ein bisschen so an. Freeletics ist aber kein kleines Startup mehr, ohne Geld. Das hätte besser sein müssen. Andererseits will man natürlich immer schnell raus damit, wenn man etwas neues geschaffen hat. Ich bin gespannt wie schnell insbesondere die Community Features nachgeliefert werden.  Auf der Homepage gibt es auch noch keine Möglichkeit seine Läufe zu betrachten. Es gibt aber schon eine Website mit einigen hübschen Bildern, dort wird wohl bald neben der Bodyweight-Area der Running Bereich online gehen. Hier könnt ihr schon mal schauen, was bisher zum Running Feature auf der Seite steht. Etwas das mir übrigens aufgefallen ist, eigentlich alle Läufer und Läuferinnen auf den Fotos laufen ohne Handy und Kopfhörer durch die Gegend. Darüber musste ich ein bisschen schmunzeln. War die App wohl zum Fototermin noch nicht fertig. 🙂

UPDATE:

So wie man bei der gesamten App den Eindruck erhält  so sind wohl auch die Server der Freeletics Running App noch nicht ganz fertig. Ich selber hatte bisher immer Glück, aber immer öfter ließt man Berichte davon, dass die App sich nach dem Laufen nicht mehr mit den Server verbinden kann und somit die Läufe nicht gespeichert werden. Das ist natürlich sehr Ärgerlich, zum einen weil die Daten dann wohl weg sind, zum anderen weil ich erst in eine neue Woche wechseln kann, wenn ich alle Läufe einer Coach-Woche auch erledigt habe. Dieser Verhalten soll nun durch eine neue Version der App behoben worden sein, steht im nächsten Absatz.

Update der App.

Es ist eine neue IOS App erschienen, in dieser wurden Verbesserungen vorgenommen, damit in Zukunft auch alle Läufe gespeichert werden können. Zusätzlich soll es nun möglich sein, den Coach mit dem Freeletics Support zurückzusetzen.

Freeletics Running Review: Vermisste Features

Wie ja oben schon kurz erwähnt, benutze ich beim Laufen meine Suunto Uhr zum tracken des Laufes und um währenddessen zu sehen wie schnell ich bin, wie lange ich schon unterwegs bin, wie mein Herz schlägt, zurückgelegte Höhenmeter und sowas alles. Im Nachhinein analysiere ich dann meine Läufe in Strava und vergleiche meine Fortschritte. Da ich nicht immer die gleichen Routen laufe, und es auch mal bergauf geht, sind die Analysen für mich sehr interessant. Insbesondere der Pulsverlauf und die Höhenmeter. Routen die eine gleiche Streckenlänge haben, können dank Streckenprofil ganz unterschiedlich schwierig sein. Grade ein bisschen abseits von der Stadt zu laufen gehört für mich einfach dazu. Natürlich muss ich nicht für jeden Lauf alles analysieren, so ein langer gemütlicher Lauf am Sonntag Mittag, 2 Stunden die Sonne genießen, da brauche ich keinen Pulswert. Aber interessant finde ich es danach trotzdem . Ebenso wäre es sicherlich für einen präziseren Athletentest von Vorteil, den Herzschlag zu messen. Das ich gar keine Geschwindigkeitsrückmeldung bei den Intervallen bekomme, wundert mich wirklich am meisten. Wenn man die Freeletics App mit anderen Apps vergleicht, gibt es natürlich noch ganz viele andere fehlende Features, dafür haben die anderen Apps die ich kenne keine so guten Intervallfunktionen. Strava hat es gar nicht in der App und bei Runtastic gefiel mir das Interface nicht so . Manches soll vielleicht auch bewusst anders gemacht werden als bei den großen Anderen. Wenn es dann irgendwann aber auch eine Community Funktion gibt, wird es hoffentlich auch eine Vergleichsfunktion auf bekannten Routen geben, z.B. wer heute am schnellsten um den Maschsee lief, oder so ähnlich. Eine Integration in die Bodyweight App, oder auch eine Möglichkeit der Verschmelzung der beiden Coaches fände ich super, jetzt gehe ich ja auch schon Laufen, mache Intervallläufe und Freeletics. Das als durchdachten gemeinsamen Plan fände ich super.

Freeletics Running Review : Fazit

Mein Gesamtfazit ist noch etwas durchwachsen, wie vielleicht schon im Text durchgeschimmert ist. Daran sind die hohen geweckten Erwartungen schuld. Wenn man so Pathos-Schwanger auf die Kacke haut, dann erwarte ich als etwas mürrischer Norddeutscher auch einen großen Wurf. Noch ist die App das aber nicht. Es gibt ordentlich Potential nach oben. Das wichtigste beim Laufen ist ja aber dass es Spaß macht und das hat es definitiv. Für mich ist das zumindest das Wichtigste. Während des Laufens hat die App tadellos funktioniert.

Nun laufe ich eh sehr gerne und bei Freeletics gibt es z.B. auch viele Workouts die gar keinen Spaß machen, da hilft dann aber die Community für die Motivation, genauso wie die Trainingsgruppen vor Ort in den Städten und Stadtteilen. Diese Features braucht die Running App auch.  Gerade Intervallworkouts können knüppelhart sein. Auch wenn tracken ja ein bisschen zum Unwort erkoren wurde von Freeletics, so ein paar Infos mehr dürften es dann doch sein. Freeletics selber hat auf Facebook in den Kommentaren als Antwort auf Kritik bereits gesagt, dass diese App sich an eine neue Zielgruppe richtet. Running ist ein eigener Markt. Für Leute die durchs Laufen fitter werden möchten oder einfach mehr und Abwechslungsreicher laufen wollen, bietet die App ein großes Potential. Die App ist glaube ich für Alle gedacht, die gerne mehr Laufen wollen, denen das normale Joggen aber zu langweilig ist.

Für erfahrenere Läufer kann die App zu einer guten Ergänzung werden. Wer Streckenziele wie einen Marathon hat, guckt gerade noch ein bisschen in die Röhre, gerade um Intervallläufe und Fahrtspiele abwechslungsreicher zu gestalten kann die App aber sicher eine gute Ergänzung werden. Wenn man bedenkt das andere Premiumapps zum Laufen auch so ca. 5-6 Euro im Monat kosten, weiß ich allerdings nicht ob es viele Läufer gibt, die dass gleiche oder mehr für den Zugang zu Freeletics noch zusätzlich zahlen wollen . Für bestehende Freeathletes mit Bodyweight Coach wird die Umsetzung beider Coaches in beiden Apps sicherlich eine Herausforderung, da wäre eine Kombination sinnvoll. Die kostenlose Anfangsphase ermöglicht hier zum Glück das testen. Neben meiner Strava Premium Mitgliedschaft noch 2 vollständige Freeletics Coaches bezahlen, würde ich allerdings nicht, egal wie gut die Running App noch wird. Dafür müsste dann schon deutlich mehr an Leistungsmessung und Laufanalyse in der Freeletics App möglich sein, damit ich auf die Strava Premium Funktionen verzichte. Damit ich jetzt nicht noch die 3500 Wörtergrenze knacke, mache ich hier erstmal Schluss, als kleine Botschaft aus dem Norden beende ich den Post nun ein bisschen selbst ironisch und wirklich nett gemeint mit einer alten norddeutschen Weisheit:

Weniger labern, mehr machen

Weniger labern, mehr machen

 

Hat euch dieser Review gefallen, dann teilt ihn doch gerne mit Euren Freunden, Freundinnen, Trainingspartnern und Trainingspartnerinnen. Findet Ihr ich habe recht, oder seid Ihr ganz anderer Meinung, dann sagt mir doch Eure Meinung in den Kommentaren. Habt ihr auch mit Serverproblemen zu kämpfen?

Hallo, ich bin Dennis. Ich mache hier so ziemlich alles auf dieser Seite, Schreiben, Fotografieren, Bloggen, Administrieren und auf Kommentare antworten. Mehr über mich gibts auf der ganzen Seite verteilt. Viele Grüße, Dennis

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